👨🏻💻 Warum man IMMER Backups machen sollte.
TIL the hard way, dass man niemals in einer Produktivumgebung herumpfuschen sollte. :D
Wie schon im "Es gibt Tage..."-Thread angeteasert, habe ich unseren Server aus nem Backup von gestern Nacht wiederherstellen müssen.
Warum?
Dafür gibts mehrere Gründe - der einfachste zuerst: ich habe schlicht und ergreifend zuviel auf dem VPS parallel laufen und nicht containerisiert. Was zur Folge hat, dass ein Fuckup meinerseits wegen der hier laufenden Nextcloud-Instanz einen kritischen Fehler im Apache-Prozess verursacht hat, der zwar für die Funktion des Servers nicht zwingend nötig ist, aber den Alltagsbetrieb unnötig verkompliziert.
Apache-was?
Der Apache-Prozess bzw. der Apache2-Server ist für die Auslieferung bzw. Darstellung der Webseiten am Server im Einsatz. Parallel dazu läuft dank Plesk (die grafische Bedienoberfläche des Servers) auch NGINX - eine deutlich schnellere Alternative zu Apache2, weshalb ich nach dem Fuckup die Seiten mit dessen Hilfe wieder zum Laufen bringen konnte.
Plesk?! Hör auf zu Fachsimpeln!
Haha, jaaaaaaa... Muss ich halt ein wenig, wenn ich den Blog zu Dokuementationszwecken nutzen will. :D
Plesk ist vereinfacht gesagt ein Schweizer-Offiziersmesser fürs Webhosting. Das Programm verwaltet alle fürs Hosting notwendigen Prozesse (Apache, Nginx, MySQL/PostgreSQL, SSL-Zertifikate & eventuell auch Anwendungen, Backup-Dienste, Mailserver, usw.), kann aber nur noch bedingt funktionieren, wenn einer der Kernprozesse aus dem LAMP-Stack (Linux Apache MySQL PHP) nimmer funktioniert. Konkret hieß das, dass die integrierte Backup-Funktion nicht mehr funktioniert hat. Was halt auf Dauer echt blöd ist, weil ich das Selfhosting und Sysadmin-Handwerk noch lerne.
Okay - aber wie hast du das mit dem Backup dann gelöst?
In weiser Voraussicht habe ich damals, als es Anfang des Jahres, ein mysteriöses Serverproblem gab, die Backup-Funktion auf Server-Ebene hinzugebucht, wodurch ich jetzt auf ein Komplettbackup des Servers zugreifen konnte. Also auf ner Ebene übern Plesk, sozusagen: den Server formatiert und neu aufgesetzt mit dem Backup.
Cool - und was lernst du daraus?
Mehreres. ;)
- Nie mehr in der Produktivumgebung herumpfuschen. Sprich: nie mehr am Server üben, auf dem Nextcloud und das Forum aktiv sind.
- Eine Staging-Umgebung zum Üben einrichten. Am besten lokal daheim auf einem Raspberry Pi. Das ist deutlich weniger kacke, wenn da was weg/defekt ist.
- Containerisierung mit Docker anschauen und lernen. Das Thema habe ich teilweise am Matrix-Testserver drüben schon angefangen, aber aktuell verstehe ich Docker oder Kubernetes noch nicht, sondern folge nur Tutorials. Was blöd ist, wenn man es aktiv betreuen will.
- Dezentrale Backups anlegen. Das sollte eigentlich kein Learning mehr sein, aber übers Wochenende werde ich mal ein lokales Komplett-Backup vom VPS anlegen. Doppelt hält besser.
Das wäre es mal fürs erste. 8)
Euer Hobby-Sysadmin sagt ciao!